Szenen aus einer Probe Irgendwann war sie da die Idee. Wir spielen Theater. Wir machen ein Theaterprojekt.
Und dann kam der berühmte Stein ins Rollen:
Wollen die Jugendlichen unserer Wohngruppe das überhaupt?
Und was ist das genau Theater?
Wenn schon Theater, dann aber als integratives Theaterprojekt, zusammen mit deutschen Jugendlichen
Wie und wo finden wir interessierte deutsche Jugendliche?
Wollen vielleicht auch Jugendliche aus unseren anderen Wohngruppen mitmachen?
Auch Betreuer?
Wir sollten das Projekt auf jeden Fall nach außen öffnen und auch UMAs aus Wohngruppen anderer Jugendhilfeträger in Freudenstadt dazu einladen
Wir brauchen eine Regie
Und schließlich muss alles finanziert werden...

Auf wundersame Weise haben sich die Türen für unser Theaterprojekt wie von selbst geöffnet...
Günter Braun, der Vorstand der BruderhausDiakonie, hat anläßlich seines runden Geburtstags für uns Spenden gesammelt. Mit ihrem Programm „Werkstatt Vielfalt“ unterstützt uns die Robert Bosch Stiftung finanziell. Auch die Aktion Mensch hat großzügige Fördergelder bewilligt. Wir haben genügend interessierte Schauspieler gefunden, von deutscher Seite und auch von Seiten der Geflüchteten. Es machen auch zwei UMAs aus Wohngruppen anderer Jugendhilfeträger mit, das Kepler Gymnasium Freudenstadt hat Theaterklassen, zwei Schüler melden ihr Interesse an. Mit Paul Siemt haben wir einen einfühlsamen und erfahrenen Regisseur gewonnen. Es kam zu einer Kooperation mit der Bundesakademie für musikalische Bildung in Trossingen und Bernhard Rißmann hat die musikalische Leitung übernommen.
Der Theaterfotograf Klaus Dezember begleitet unser Projekt.
Wir tasten uns vor, bewegen uns aufeinander zu und üben uns in Achtsamkeit.
Jede/r entscheidet was und wieviel er/sie geben will und kann.
Es ist ein schöner Prozess...



Photo: Klaus Dezember